Veloferien Cambrils 2024

Die Costa Daurada bietet wunderbare, abwechslungsreiche Strecken für Velofreaks. Klar, dass unsere Mitglieder der Versuchung Cambrils nicht widerstehen konnten.

 

Wie jedes Jahr hat unser Jeff ein kleines, nicht ganz ernst gemeintes Tagebuch der Veloferien geführt, welches wir euch nicht vorenthalten wollen. Viel Spass!

 

Cambrils, Tag 1: 44km, 570hm

Erste kleine Ausfahrt, erste Eindrücke: Soweit alles schön, tolles Hotel, Meeresblick, warmes Wetter.

Die Reise mit dem Car war auch sehr gut und wir kamen an und konnten gerade etwas essen. Ich war zugegeben überfordert mit dem Angebot😅

Um 13:30 machten wir eine gemeinsame Ausfahrt, ich als Gruppenspitze sorgte für ein gutes Klima und Harmonie. Durch meine Erfahrung im sozialen Bereich war dies ein leichtes Unterfangen.

Ein toller Tag und hoffentlich kommen noch weitere dazu.

 

Cambrils, Tag 2: 101km, 1650hm

Die heutige Tour war die erste „offizielle“ Runde mit Guide und Mittagspause. Grundsätzlich eine entspannte Tour gewesen mit schönen Anstiege wie auch Abfahrten. Die Infrastruktur ist hier im Süden richtig gut, da kann sich die Schweiz ein Vorbild nehmen. Auch kannte ich es bisher nicht, dass Velos ohne Schimpf und Schandwörter von Autos überholt werden. Ich dachte immer das wäre „normal“. Aber hier werden wir eines besseren belehrt.

Nun zum Kernpunkt: ich habe die heutige Tour gut angeführt, wenn auch nicht an vorderster Front. Schlussendlich habe ich ja bezahlt damit eine andere Person diese Arbeit übernehmen kann. Das Wetter war gut und der Wind erfrischend. Wir hatten keine Unfälle, Panne oder sonstiges, zumindest wurde nichts davon gemeldet. Ich bin zufrieden

 

Cambrils, Tag 3: 104km, 1660hm

Eine nicht sehr lange Etappe, aber dafür ein verdammt langer Aufstieg. Das Wetter war frisch, sodass viele lang/lang oder zumindest mit ÄrmlingeN und Windweste gefahren sind. Landschaftlich ist es mega schön, und das ganze stimmt. Nur unser Guide braucht noch eine kleine Schulung zum Thema "in der Gruppe fahren". Vielleicht bekommt er einen Schnuppertag beim VC Lyss.

Aus meiner Sicht kann ich nicht viel berichten. Morgens fühlte ich mich „mudrig“ und Nachmittags ging es dann wieder bergrunter, und der tote Schwan war rasch überwunden und ausgemerzt.

 

Cambrils, Tag 4: Ruhetag

 

Cambrils, Tag 5: 140km, 2480hm

Königsetappe: Zuerst dachte ich mir so, hei geh doch zur schnelleren Gr. 5, das schaffst du locker…ja. Leider muss ich zugeben das es in den Bergen doch ein bisschen „zu schnell“ war für meine Verhältnisse und ich habe eine weise Entscheidung getroffen; nämlich die Selbstdegradierung zurück zur Gr. 4!

Und dort konnte ich meine volle Kraft ausschöpfen (die nicht mehr vorhanden war) und im Schlusssprint ging es dann wie von selbst. Alle andere Teilnehmenden sahen dagegen blass aus und staunten nur. Es war ein schöner Tag, sehr lang aber Landschaftlich einmalig.

 

Cambrils, Tag 6: 90km, 1250hm

Die heutige Ausfahrt war vorerst die Letzte für mich. Ich spüre die Müdigkeit und die Hektik unseres Guides wird nicht weniger.😇 Wir hatten ebenfalls einige sehr steile Rampen mit über 11/12% und eine Abfahrt mit viel Kies und rauem Belag.

Dafür habe ich mir einen feinen Risotto gegönnt nach der Tour und lies es mir gut gehen ☀️😅. Morgen Freitag nehme ich frei und gehe vielleicht noch in die Sauna, und geniesse die Zeit alleine, zumindest ist das meine Vorstellung. Ich bin sehr zufrieden mit den Ferien bisher, ohne Panne, das Wetter ist stabil, und wir haben immer genug zu essen und trinken.

 

Cambrils, Tag 7: 44km, 570hm

Und eine Solofahrt bei Prachtwetter. Ich fuhr die Route „Prolog“.

Endlich Sonne, wenig Wind und warmes Wetter. Ich konnte diese Fahrt voll geniessen, und mein Körper und Geist ein bisschen erholen nach all den Strapazen 😇

Meine Velogenossen haben heute aber das Weite gesucht und machten die reguläre Tour mit den Guides. Jetzt gilt es noch den letzten Tag zu geniessen, ein bisschen das Meer betrachten und morgen  geht es wieder zurück in den Norden.

Dem/der aufmerksame Leser/in wird es sicher aufgefallen sein das ich mich mit Anekdoten zurückgehalten habe. Dies weil ich es diesmal direkt auf der Strasse gemacht habe. Zum Beispiel gab es die Geschichte mit der Lenkerposition, korrekter Luftdruck, richtiger Übersetzung und viele mehr.

Dies alles aufzuschreiben gäbe ein Buch. Falls aber die Neugierde gestiegen ist, kommt einfach direkt auf mich zu👌🏽☀️🙃